Der Wickeltisch. Wie lange und ausführlich habe ich mich während meiner Schwangerschaft mit diesem Möbelstück, seinem Inhalt und deren Aufteilung beschäftigt.
Brauche ich einen Wickeltisch? Wie machen das andere Mamas? Was für Inspo gibt es auf Pinterest? Die eine Freundin hat einen und nutzt ihn immer noch.
Die andere Freundin hatte einen, aber nie in Gebrauch.
JA! ich kann euch sagen: Ja! Ich brauche definitiv einen Wickeltisch. Mein Sohn ist nun 9 Monate alt und der Wickeltisch immer noch mehrmals täglich in Gebrauch.
Das hat mehrere Gründe:
1. Wickeltisch alias Kleiderschrank
In dem Wickeltisch befindet sich beinahe alles an Kleidung was ich für meinen Sohn benötige. Ich habe alles griffbereit und muss mich somit dem Wickeltisch nicht entfernen.
(Achtung: Ihr solltet euch sowieso immer in direkter Nähe aufhalten. Es kann so schnell auf unerklärlicherweise etwas passieren. Auch wenn die Kleinen noch so ummobil wirken.)
Einen Aufteilung der Schubladen hänge ich euch unten am Post noch dran. Nein, es ist nicht perfekt und auch nicht suuuuper ordentlich. Aber ihr bekommt dadurch einen „echten“ Einblick in unsere Orga. So handhabe ich es. Es ist alltagstauglich und wurde schon mehrmals optimiert.
2. Hygienisch
Ja, beim Wickeln geht auch schnell mal was daneben. Kleine Jungs öffnen gerne mal den Hahn und dann geht es in alle Richtungen. Gut, wenn es dann nicht den neuen Teppich oder die teure Couch getroffen hat.
3. Rückenschonend
Ihr seid eine werdende Mama und bekommt das erste Kind? „Wickeln auf dem Boden wird doch super easy und mache ich nebenher“. Okay. Solche Mamas mag es geben. Ich bin das aber definitiv nicht. Hilfe. Mein Rücken macht das nicht mehr mit. Man ist sowieso gefühlt dauergebückt oder hängt auf dem Boden rum. Im Stehen Wickeln zu können ist echt ein Segen.
Vor allem dann, wenn der kleinen Schatz auch noch zappelig wird und sich von einer Seite auf die andere Seite windet. „Challenge accepted“ sage ich nur noch dazu 😉 Das kann wirklich eine Herausforderung sein!
4. Baby-Mama-Kontakt
Es ist schön, was für einen engen Kontakt man beim Wickeln auf dem Wickeltisch aufbauen kann.
Man ist sich nah, der kleine Schatz kann gut Augenkontakt aufbauen und nebenher kann man noch eine schöne Fußmassage machen oder Fingerspiele durchführen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wenn der kleine Schatz gut drauf ist, kann man in dieser Position wirklich auch mal 30 Minuten verbringen. Mein Kleiner hat Momente in denen er es sehr genießt.
Anfangs habe ich auch die Bauchlage mit ihm auf dem Wickeltisch geübt.
Ein paar Minuten nackig auf dem Bauch, haben ihm sehr gefallen.
5. Rituale
Ich bin ein sehr großer Fan von Ritualen. Babys und Kinder haben noch kein Zeitgefühl oder Verständnis dafür, was wann kommt, wissen sie nicht.
Das Sprachverständnis muss auch erst gebildet werden.
Rituale können so für Klarheit sorgen. Sie sind Abläufe, an denen sich das Baby orientieren kann.
Das Baby liegt hier auf dem Wickeltisch und weiß nun, dass gewickelt + umgezogen wird.
Ein Hand-Zeichen für „Fertig“ habe ich auch nach einigen Monaten eingeführt. Der Kleine wartet dadurch geduldig, liegt auf dem Rücken, spielt und beobachtet mich, bis ich ihm das Zeichen „Fertig“ zeige. Dann strahlt er mich an und hebt die Arme zum Aufstehen.
Rituale ziehen sich durch unseren gesamten Alltag, da sie sich bisher sehr bewährt haben 🙂

Eine Einmalunterlage sieht natürlich nicht so schön aus, ist dafür super praktisch.
Darunter befindet sich eine Wasserabweisende Unterlage,
die mit Klett auf der Wickelunterlage haftet.
Mein absoluter Hack, den ich auch gerne weitergebe: Eine Thermoskanne mit heißem Wasser und ein kleines Schälchen.
Das ist schonender und auch viel angenehmer. Wer möchte schon einen ultra kalten Lappen im Intimbereich?! Als Pads habe ich hierfür die Einmalwaschlappen aus der Drogerie halbiert. Ein paar Tropfen Mandelöl (unbedingt auf gute Qualität achten!) ins Wasser geben. Das pflegt die Haut und es flutscht gleich viel besser bei der Reinigung.
Neben dem Schälchen habe ich noch ein weiteres mit Speisestärke gefüllt. Das ersetzt das Puder und ist natürlich. Man braucht nicht viel davon. Es trocknet aber schön die Haut.

Socken, Bodys, Spielekiste (GANZ WICHTIG! Beim Wickeln, bekommt er immer etwas in die Hände. Dadurch ist er viel ruhiger, kann sich beschäftigen und ich kämpfe nicht gegen einen Alligator beim Wickeln. Langweile darf es hier aber nicht geben. Es gibt Spielsachen sowohl mit Geräuschen als auch ohne Geräuschen, weiche und harte. Ich wechsel auch öfter die Spielsachen aus.) Pflegekiste mit Creme / Öl + kleine Apotheke und zum Schluss ein Organizer mit verschiedenen alltäglichen Dingen wie Schnullis, Schnullerband, Popelentferner, ja so etwas gibt es, Bürste etc.

Latzhosen, Hosen (dicke und dünnen), Sets (Hose + Pullover) und Halstücher .
Falls ihr euch fragt, wo die einzelnen Oberteile sind, die habe ich in einem extra Schrank auf einem Bügel hängen inkl. anderer Kleidungsstücke.
Hier in der Wickelkommode sind aber die Kleidungsstücke, die man griffbereit und oft benötigt.

Alles was man so an Hygieneartikeln griffbereit haben muss. Windeln (Normale und Pants), kleine Handtücher, Wickelunterlage, Müllbeutel und halbierte Einmalwaschlappen.